Mathe Mittel- u. Berufsschule


Wichtige Informationen aus dem Arbeitskreis

Mittelschule –Berufschule

für den Mathematikunterricht

in unseren 7. – 9. Klassen

Der Arbeitskreis MS – BS trifft sich in regelmäßigen Abständen, um Konzepte für den Übergang eines Mittelschülers in die Berufsschule zu erarbeiten.

Bei den folgenden Beispielen geht es darum, dass unsere Mittelschüler auf die Erwartungen und Anforderungen im Mathematikunterricht der Berufsschule vorbereitet und eingestellt werden.

Unsere Schule ist in diesem Arbeitskreis durch den Lehrer Willi Pfadler vertreten. 
(Die nachfolgenden Texte wurden dem gemeinsamen Papier des Arbeitskreises AK BS-MS Mathematik entnommen).

Grundregeln berufsbezogenen Rechnens

Beispiel-Aufgaben

Aus dem Bereich „Wirtschaft“

Aufgaben Wirtschaft

Aus dem Bereich „Technik“

Aufgaben Technik

Aus dem Bereich „Soziales“

Aufgaben Soziales

 

Grundregeln aus dem Bereich „Wirtschaft“

METHODENKOMPETENZEN

Der Schüler
-          kann die Aufgabenstellung erfassen und mit eigenen Worten wiedergeben
-          orientiert sich an lösungsrelevanten Strukturen
-          legt Wert auf eine saubere, übersichtliche und geordnete Darstellung
 

FACHKOMPETENZEN

Der Schüler
-          kann aus einer Sachsituation mathematisch (und nichtmathematisch) relevante Informationen entnehmen („gegeben“ und „gesucht“)
-          kann einen Bedingungssatz („gegeben“) und einen Fragesatz („gesucht“) zur Aufgabe formulieren
-          kann einen der Frage entsprechenden Antwortsatz formulieren
-          kann Eurobeträge auf zwei Nachkommastellen runden
-          rundet erst am Schluss einer Aufgabe
-          kann Gleichungen umstellen (Der Schüler kann nach einer Unbekannten auflösen)
-          rechnet grundsätzlich mit Einheiten
-          verwendet Fachbegriffe
-          rechnet mit einem Zinsjahr von 360 Tagen (jeder Monat hat 30 Zinstage)

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Berufsbezogene Mathematikaufgaben für die Mittelschule „Wirtschaft“

Bereich:                 WIRTSCHAFT – 7. Jahrgangsstufe

Thema:                   Einfacher Dreisatz mit geraden Verhältnissen

Berufliche Fachrichtung: Bürokaufleute, Verkäufer/Innen, Kaufleute im Einzelhandel

 

Aufgabenstellung

Das Kaufhaus „Superpreis“ hatte letztes Jahr für 3 Aushilfskräfte, die für Inventurarbeiten eingestellt wurden, 324 € Personalkosten. Wie hoch sind die Personalkosten, wenn dieses Jahr 8 Aushilfskräfte benötigt werden?

 

Lösungsvorschlag

geg.: 3 Aushilfskräfte ≙ 324,00 €
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ges.: 8 Aushilfskräfte ≙  ? €
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Lösung:  324,00 € : 3 Aushilfskräfte · 8 Aushilfskräfte = 864,00 €

Die Personalkosten für 8 Aushilfskräfte betragen 864,00 €.

 

Grundregeln des berufsbezogenen Rechnens „Bereich Technik“

-          Methodischer Lösungsweg (Skizze erstellen, gegeben, gesucht, Lösung, Grundformel, Formel umstellen, Werte einsetzen, Einheiten mitführen, ...)
-          Überschlagsrechnung, abschätzen, Kopfrechnen
-          Möglichst berufs- und handlungsorientierte Aufgabenstellungen und Vorgehensweise bei der Lösung von Aufgaben Die Lösung der berufsbezogenen Aufgabenstellung steht im Vordergrund – die Schüler entdecken die Mathematik als Werkzeug dafür!

Berufsbezogene Mathematikaufgabe für die Mittelschule „Technik“

Bereich:                                Technik – 7. Jahrgangsstufe
Mathematikthema:             Dreisatz und Prozentrechnung
Berufliche Fachrichtung:   Holztechnik
 
Aufgabenstellung
 
Aus einer Tischlerplatte mit einem Flächeninhalt A(T) von 10,45 m² werden Fachböden mit einer Gesamtfläche A(F) von 8,15 m² zugeschnitten.
Wie groß ist der Flächenverschnitt A(V) in Prozent?
 
Lösungsvorschlag
geg.:  A(T) = 10,45 m²
A(F) =  8,15 m²
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ges.:   A(V) in %
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Lösung:        A(V) = A(T) – A(F)
A(V) = 10,45 m² - 8,15 m²
A(V) = 2,30 m²
 
8,15 m² ≙  100%
1,00 m² ≙  12,2%
2,30 m² ≙  28,22%
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Antwort: Der Flächenverschnitt beträgt 28,22%.

 

Grundregeln des berufsbezogenen Rechnens „Bereich Soziales“

-          klares Konzept für „gegeben, gesucht, Rechnung, Antwortsatz“ einführen
-          Einheiten werden in der Rechnung immer mitgeführt
-          überprüfen ist wichtig, ob das Ergebnis von der Sinnhaftigkeit her sein kann (Überschlag und Runden/Schätzübungen)
-          Permanente Wiederholung, daher kein Blockunterricht von Themenbereichen, da hierdurch Dinge wieder vergessen werden können
-          Bei Zahlen größer 998 wird in der Berufsschule Wert auf den 1000er-Punkt gelegt; z.B. Hauptschule 1000 – Berufsschule 1.000
-          Kalkulationsschema der Berufsschule übernehmen
-          Einheitliche Begriffe und einheitliche Formeln in Hauptschule und Berufsschule einführen
-          Bei Brüchen müssen die Mittelschüler den Bruch stets durch einen waagrechten Bruchstrich darstellen, in der Berufsschule hingegen gilt auch ein „Slash“ – diagonaler Strich 
-          Umgang mit Einheiten (z.B. Umrechnen von Einheiten in kleinere Einheiten, 1/8 l und andere Maßeinheiten verstehen, Umgang mit Messwerkzeugen)
 

 

Berufsbezogene Mathematikaufgaben für die Mittelschule „Soziales“

Mathematikthema:           Prozentrechnen  7. – 9. Jahrgangsstufe
Berufliche Fachrichtung:   Kinderpflege, Sozialpflege, Hauswirtschaft, Nahrung und Gastgewerbe
 
Aufgabenstellung
Der Joghurtbecher enthält 150 g Joghurt mit einem Fettgehalt von 3,8%. Wie viel Gramm Fett sind in diesem Joghurt enthalten?
 
Lösungsvorschlag
 
geg.: Joghurt mit 3,8% Fettgehalt
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ges.: Wie viel Gramm Fett sind in einem 150 g Becher mit 3,8 % Fettgehalt?
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Lösung:        100 % ≙ 150    g
     1 % ≙    1,5 g
  3,8 % ≙    5,7 g
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Antwort:       In 150 g Joghurt mit einem Fettgehalt von 3,8% Fett befinden sich 5,7 Gramm Fett.