Lichterschwimmen 2006

„Des war dr schenschte Gottesdienscht, den i erlebt hau. So sollt der immer sei!“ Das war das Fazit einer teilnehmenden Schülerin einer 3. Klasse, die sich wie viele andere Schüler, Schülerinnen, Eltern und Lehrkräfte von der Gestaltung einer kleinen Andacht in der evangelischen Pfarrkirche zu Memmingerberg hinreißen ließen.

Bereits zum 7. Mal organisierte Zweigsvereins-Vorsitzender Lehrer Gerhard Pohl das Lichterschwimmen am Nepomuktag an der Volksschule Memmingerberg. Pfarrer Eugen Ritter hielt eine kurze Andacht und man konnte eine Stecknadel fallen hören, so gespannt lauschten die Teilnehmer seinen Worten, als er die Geschichte des Heiligen Nepomuk erzählte. Den Kindern gab er zwei Erkenntnisse mit auf den Weg, die der Heilige Nepomuk uns geben kann: „Verrate nie ein dir anvertrautes Geheimnis“ und „Baue Brücken zu anderen“.

Organist Walter Duile begeisterte die Kinder mit einem einfachen Lied und wann gab es das schon einmal, dass in einer Kirche von Kindern Zugabe gefordert wurde!
Anschließend ging es hinunter an den Haienbach und die selbst gebastelten Schiffe wurden bei einbrechender Dunkelheit eingesetzt. „Die Botschaft des Hl. Nepomuk in die Welt hinaustragen“, das ist der eigentliche Sinn dieses sudetendeutschen Brauchtums, das an der Volksschule Memmingerberg nun schon seit Jahren einen festen Platz im Jahresablauf hat.

Organisiert wurde dieses Brauchtum vom Mährisch-Schlesischen Sudetengebirgsverein, der Sudetendeutschen Landsmannschaft und der Ackermanngemeinde. Und als kleinen Dank gab es für die Kleinen ein typisch sudetendeutsches Gebäck: Kolatschen, ein Streuselkuchen mit verschiedenen Füllungen.


Gerhard Pohl