Unsere Schüler in Polen

Besuch der Memmingerberger Gruppe mit Gerhard Pohl in Polen
 
„Es freut uns ganz besonders, dass Europa zu uns kommt!“ Mit diesen herzlichen Worten empfing der stellvertretende Bürgermeister Olgierd Dabrowski der polnischen Stadt Ostroda Schüler und Lehrkräfte der Volksschule Memmingerberg. Einen neuen Weg in der internationalen Zusammenarbeit beging die Schule Memmingerberg mit ihren Lehrkräften Gerhard Pohl und Esther Hermann, als sie sich erstmals im Rahmen des deutsch-polnischen Jugendaustauschprogramms an einem Projekt mit gleichaltrigen Schülern aus Kaliningrad (Russland) und der in Masuren gelegenen Stadt Ostroda beteiligte.


Wie sehr sich die polnischen Gastgeber an diesem trinationalem Projekt engagierten zeigte das umfangreiche und pädagogisch tief durchdachte Programm. Gemeinsame Workshops, in denen die kulturellen und geschichtlichen Besonderheiten des jeweiligen Landes bzw Region erarbeitet wurden gehörten ebenso zum Programm wie die Teilnahme an einem internationalen Fußballturnier. Besondere Höhepunkte der Begegnung waren gewiss die gemeinsamen Ausflugsfahrten nach Gdingen, Sopot, nach Danzig mit der malerischen historischen Altstadt, zum Deutschordensschloss nach Allenstein und Ostruda sowie die landschaftliche reizvolle Fahrt über den Oberlandkanal.

Ziel des Austausches war natürlich die menschliche Begegnung und das Vorstellen des eigenen Landes. Für manchen Schüler war besonders beeindruckend der gemeinsame Besuch jeweils eines russischen mit einem deutschen Schüler in einer polnischen Gastfamilie. Hier lernte man das Leben des Gastgeberlandes besonders gut kennen. Der Besuch in einer „Grünen Schule“ auf der masurischen Seenplatte rundete das Programm ab. Hier konnten die 33 beteiligten Schüler einen Tag lang auf engstem Raum spielen, reiten, Wandzeitungen erstellen, gemeinsame Vorhaben erarbeiten, Radausflüge unternehmen und die Schönheiten Masurens kennen lernen.

Nicht alle polnischen und russischen Schüler konnten deutsch. Aber mit ihren Englischkenntnissen fanden die meisten Schüler und Schülerinnen einen herzlichen Kontakt zueinander. So wunderte es nicht, als auf der Heimfahrt immer wieder ein Handy klingelte und ein Schüler aus Polen oder Russland seine „wichtige“ Nachricht an den neu gefundenen Freund bzw. gefundene deutsche Freundin schickte. Und für manchen Schüler war es ein besonderes Kompliment, als ihnen bei der Verabschiedung die polnischen Lehrkräfte bestätigten, dass sie gute Botschafter ihres Landes waren.

Aus der Memminger Zeitung, Text: Gerhard Pohl